Was der 8. März mit Paarberatung 
zu tun hat

Der 8. März, der Internationaler Frauentag, erinnert uns daran, dass Beziehungen, Rollenbilder und gesellschaftliche Strukturen nicht getrennt voneinander betrachtet werden können. In meiner Arbeit als systemische Therapeutin begegnet mir immer wieder, wie stark individuelle Erfahrungen mit den Bedingungen verwoben sind, in denen Menschen leben und lieben.

Paarbeziehungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie tragen die Spuren von Sozialisation, kulturellen Erwartungen und historischen Rollenbildern. 

Viele Dynamiken, die in der Beratung sichtbar werden, sind deshalb nicht nur Ausdruck persönlicher Eigenschaften, sondern auch Ergebnis gesellschaftlicher Narrative darüber, was Frauen und Männer sein sollen, dürfen oder leisten müssen.

Machtsensible Paarberatung bedeutet für mich, diese Zusammenhänge mit in den Blick zu nehmen, ohne Menschen in starre Kategorien zu drängen. Es geht nicht darum, Schuld zuzuweisen oder einfache Antworten zu geben. Vielmehr geht es darum, Räume zu öffnen, in denen beide Partner ihre Erfahrungen, ihre Prägungen und ihre Belastungen verstehen und neu verhandeln können.

Gerade Themen wie Sorgearbeit, emotionale Verantwortung oder berufliche Prioritäten zeigen, wie stark gesellschaftliche Erwartungen in private Beziehungen hineinwirken. Wenn eine Beziehung aus dem Gleichgewicht gerät, lohnt es sich daher immer auch zu fragen, welche inneren und äußeren Systeme gerade auf dieses Paar wirken.

Der Perspektivwechsel, der in der systemischen Arbeit zentral ist, bedeutet hier nicht nur, die Sicht des anderen zu verstehen, sondern auch den Blick auf die Kontexte zu erweitern, in denen Beziehung stattfindet. Veränderung entsteht oft dort, wo Menschen beginnen, Muster zu erkennen, die sie bisher für selbstverständlich gehalten haben.

Der 8. März ist für mich deshalb kein Tag der Symbolik allein, sondern eine Einladung, über Gleichberechtigung als gelebte Beziehungsqualität nachzudenken - in Partnerschaften, Familien und in der Art, wie Menschen sich selbst und einander begegnen.

Vielleicht ist Gleichberechtigung nicht zuerst ein Ziel, das man erreicht, sondern eine Haltung, die immer wieder neu eingeübt wird.
 

Erschöpft ist dein Normal?
Ein kreativer Workshop, um deine Kraftquellen zu entdecken und neue Wege sichtbar zu machen

In diesem Workshop erarbeiten wir mit künstlerischen Methoden und systemischen Blickwinkeln:

Wo du dich verausgabst und wie du das ändern kannst.

Welche unsichtbaren Muster dabei hinderlich oder nützlich sind.

Wo ungenutzte Ressourcen auf dich warten.

Keine künstlerischen Vorkenntnisse nötig! 

Es geht nicht um „schöne Bilder“, sondern um deine persönliche Sprache mit Stiften, Farben, Collagen oder Worten.

Samstag, 21. März 2026, 15:00 bis 17:30 Uhr

Praxisgemeinschaft Johannis, Jagdstraße 12, Nürnberg

Teilnahmebeitrag: 50 €

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Beziehungsweise(n) 

Aus systemischer Perspektive sind Beziehungen Konstrukte mit lebendigen Wechselwirkungen zwischen Menschen. Diese folgen einer inneren Logik, die das System aufrechterhält.

Jede Handlung wirkt zurück, jede Reaktion beeinflusst die andere. So entstehen Muster aus Nähe, Streit 
oder Rückzug. Auch schwierige Dynamiken erfüllen oft eine Funktion, z. B. Nähe zu sichern oder Konflikte zu vermeiden.

Für mich als Therapeutin ist es dabei erst einmal unerheblich, wie genau sich eure Beziehung nennt, ob ihr ein heterosexuelles Paar seid, queer lebt, Kinder habt oder nicht, in einer offenen Beziehung oder in einer Poly Beziehung seid.


Entscheidend ist das System, das ihr miteinander bildet und die Dynamik, die ihr gemeinsam lebt. Die Ressourcen, die eure Beziehung bietet und die alltäglichen Struggles, mit denen ihr konfrontiert seid.

Zur Realität gehört auch, dass manche Beziehungsformen mehr Herausforderungen 
im Außen erleben 
als andere: durch Diskriminierung, gesellschaftliche Vorurteile oder fehlende rechtliche Absicherung.

Diese Faktoren wirken auf das Beziehungssystem zurück und können Stress, Unsicherheiten oder verstärkte Konflikte erzeugen, was wiederum Nähe und Stabilität herausfordert. 

Nicht, weil die Beziehung selbst problematisch ist, sondern wegen des belastenden Umfelds. 

Als Systemische Therapeutin sehe ich es als meine Aufgabe, belastende Situationen in der Beziehung immer im Kontext gesellschaftlicher und struktureller Gegebenheiten zu betrachten, anstatt sie nur zu individualisieren.

Halt finden, wenn alles wankt - 
Von der (therapeutischen) Zuversicht in unsicheren Zeiten

Der unsichtbare Rucksack 
Was wir aus unserer Herkunft mitbringen

Wir alle tragen einen unsichtbaren Rucksack 

Gefüllt mit Mustern, Glaubenssätzen und Verhaltensweisen, die wir aus unserer Familie mitgenommen haben.

Manche davon sind Geschenke.

Andere sind Steine, die uns belasten.

Woran merkst du im Alltag ganz konkret, dass du diesen Rucksack trägst?

In welchen Situationen wird der Rucksack besonders schwer und in welchen bleibt er fast unbemerkt?

Was musst du übergehen, aushalten oder unterdrücken, um diesen Rucksack weiterzutragen?

Wenn dieser Rucksack sprechen könnte: Wovor würde er dich heute noch schützen wollen?

Wer oder was in deinem Umfeld würde sich zuerst bewegen, wenn du den Rucksack ablegst?

Welche Bedürfnisse und Sehnsüchte hast du dir abgewöhnt, seit du diesen Rucksack trägst?

Welche deiner Beziehungen reagiert im Hier und Jetzt besonders empfindlichauf das Gewicht dieses Rucksacks?

Was wäre der kleinste für dich denkbare Schritt, der den Rucksack zwar nicht absetzt, aber spürbar erleichtert?

Was ginge real verloren, wenn du diesen Rucksack ablegst und was bedeutet das?

Unter welchen Bedingungen würdest du dich heute bewusst entscheiden, diesen Rucksack weiterzutragen?

Was Familien wirklich stark macht

Stärke liegt nicht darin, alles allein zu schaffen. 

Sondern im Mut, sich verletzlich zu zeigen und Unterstützung zuzulassen.

Stärke in Familien zeigt sich nicht darin, dass Konflikte ausbleiben.

Sondern darin, dass alle gesehen werden, auch in schwierigen Momenten.

Probleme sind Ausdruck von Wechselwirkungen und Dynamiken im Familiensystem. 

Niemals die "Schuld" eines einzelnen Familienmitglieds.

Klare und respektvolle Kommunikation sowie ein Blick von außen können helfen, die Muster zu verändern.

In der systemischen Familientherapie geht es nicht darum, Schuldige zu finden oder schnelle Lösungen vorzugeben. Jede Sichtweise darf da sein, weil jedes Verhalten in seinem Zusammenhang Sinn ergibt. Auch das, was belastet, ist oft ein Versuch, mit etwas Schwerem umzugehen. 

In meiner Arbeit gehe ich immer davon aus, dass Familien bereits viele Stärken und Fähigkeiten in sich tragen. 

Manchmal sind sie nur aus dem Blick geraten. Veränderung darf Zeit brauchen und entsteht nicht durch Druck, sondern in einem sicheren, wertschätzenden Raum. Tragfähige Beziehungen sind die Grundlage dafür, dass Entwicklung möglich wird.

Machst du ne Therapie oder holst du dir nen Hund?

Ich bin die introvertierteste Person unter der Sonne. 

Ja, das gibt es, auch unter Therapeut*innen und Berater*innen. 

Ich liebe meine Arbeit, und gleichzeitig liebe ich meine Ruhe.

Nun lebt seit einigen Wochen eine süße kleine Hundedame unter meinem Dach. Sie wird mich, wenn du dich damit wohlfühlst, manchmal zu meinen Sitzungen begleiten.

Auf alles war ich vorbereitet. Welpenerziehung, harte Nächte, lustige Momente.

In meiner Fantasie spaziere ich mit Phoebe durch die Landschaft und wir genießen beide, dass wir uns angeregt anschweigen. 

In der Realität widerfährt mir mit Eintritt in die Hundebubble das härteste Verlassen meiner Komfortzone seit langem. Ich habe noch nie mit so vielen Menschen auf der Straße gesprochen wie jetzt. Es sind nette Begegnungen und kurze, anregende Gespräche dabei. Aber nicht nur solche.

Die Hundetrainerin hat mich darauf vorbereitet, dass es, gerade als Frau, sehr viel körperliche Präsenz, Klarheit und Durchsetzungsvermögen braucht. Natürlich im Kontakt mit dem Hund, aber vor allem mit den Menschen, denen du begegnest. Langsam spüre ich, was sie damit meint. 

Es verlangt alles von mir ab, über meine eigene Unsicherheit hinwegzukommen - und ich bin sehr oft unsicher, es ist mein erster Hund und ich erlebe gerade so viele erste Male: Welpengruppe, Tierärztin, Gassi-Begegnungen.

Bei jeder Hunderunde bin ich gefordert: 

  • Grenzen zu setzen
  • Menschen aufzufordern, ihren Hund zurückzurufen (funktioniert eigentlich nie)
  • darauf hinzuweisen, dass wir gerade im Training sind und Mensch und Hund bitte einfach weitergehen sollen
  • einen Umgang mit ungefragten und teils völlig deplatzierten Kommentaren zu finden

Interessanterweise handelt es sich oft um Frauen zwischen ca. 55 und 70 Jahren, die "ja schon immer Hunde hatten". Und ich fühle mich mit meiner inneren People Pleaserin konfrontiert. Frauen, die mir gegenüber mütterlich-bevormundend auftreten, klar gegenüberzutreten und auf ihr (Fehl-)Verhalten hinzuweisen, das ist unendlich schwer für mich.

Also, falls du Struggles hast, Selbstbewusstsein aufbauen möchtest, lernen möchtest, dich anderen gegenüber klarer zu positionieren, Grenzen zu setzen, zu sagen, was du möchtest ... dann kannst du dir überlegen, ob du dir einen Hund oder eine Therapeutin zur Hilfe nimmst. Beides ist möglich ;-)

Und Phoebe und ich gehen nun einfach nachts zwischen 1 und 3 Uhr schweigend nebeneinander her. Da treffen wir wenigstens maximal andere schweigende Lebewesen wie Igel und Nachtfalter.
 

Arbeitsglück und gute Gedanken 

Es ist kein Zufall, dass ich heute hier bin.
In meiner Praxis.
Im Gespräch.
Im Vertrauen darauf, dass Veränderung möglich ist.

Mein Arbeitsglück?
Menschen begleiten zu dürfen.
 

So richtig selbstständig

Seit einem Monat bin ich “so richtig selbstständig” und bin überwältigt von der großen Zahl an Anfragen und dankbar für die vielen Gespräche.

Ich liebe das neue Spektrum der Themen und dass ich Menschen in ganz neuen Altersgruppen und Lebensphasen begleiten darf.

Ich erarbeite mir langsam eine neue Routine und Tagesstruktur zwischen Familie, Praxis, Bürozeit, Hund, Carework und Freizeit.

Ich vermisse mein altes Team und die regelmäßigen Fallbesprechungen und Kaffeepausen, knüpfe gleichzeitig neue fachliche Kontakte und erlebe zum ersten Mal seit Jahren, wie toll es ist, den Kopf frei zu haben für

Neues, Kreatives, Herausforderndes
 

Woche der Seelischen Gesundheit 2025
Lass Zuversicht wachsen 
Psychisch stark in die Zukunft

Ein guter Anfang: 

30 Minuten Raum und Zeit für Dich

In dieser Online-Kennenlern-Sitzung von 30 Minuten bekommst Du einen geschützten Raum, um in Ruhe hinzuschauen:

Was beschäftigt mich gerade?

Wo sehne ich mich nach Veränderung?

Was gibt mir Hoffnung?

Du brauchst keine Vorbereitung – nur dich und einen Ort, an dem du ungestört sein kannst.

Ich begleite dich mit systemischem Blick, Zuhören auf Augenhöhe und einem Hauch Zuversicht.

16. und 17.10.2025 

zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

Konkrete Terminvereinbarung bitte hier.

Unkostenbeitrag: 10 €

Weitere Infos

Systemische Praxis Marlies Engelhardt, Nürnberg
 

Voller Mut, Herzklopfen und Vorfreude.
Ab Herbst führe ich meine beraterisch-therapeutische Arbeit in meiner eigenen Praxis fort.

Für alle, die bereits mit mir unterwegs sind und für alle, die noch kommen möchten:
Ich freue mich auf Begegnungen, auf Tiefe, auf ehrliche Gespräche und kleine Schritte mit großer Wirkung.

Danke an alle, die mich auf diesem Weg ermutigt, begleitet und inspiriert haben.

Ihr findet mich in Nürnberg St. Johannis und natürlich über die Onlineberatung.

Online sprechen. Echt begegnen.

Hinter dem Bildschirm passiert mehr, als man sieht.

Zuhören.

Verstehen.

Verändern.

Als Systemische Therapeutin und qualifizierte Onlineberaterin begleite ich dich online in herausfordernden Lebensphasen.

Die Videoberatung kann unsere Beratungsgespräche in Nürnberg sinnvoll ergänzen. 

Blended Counseling ist eine kombinierte Form der Beratung oder Therapie, bei der Online-Sitzungen und persönliche Treffen flexibel miteinander verwoben werden. Es vereint die Vorteile beider Formate und richtet sich nach dem, was Sie gerade brauchen.

Videoberatung oder Blended Counseling eignet sich auch für Paarberatung. 

Ich bin für dich da. In Nürnberg und online.

Wenn Gedanken fliegen und Lösungen wachsen 

Es gibt Zeiten, in denen das Leben mehr Fragen aufwirft, als Antworten gibt.


Beziehungen beginnen zu ruckeln und irgendetwas in uns ahnt: Es braucht Veränderung. Manchmal stecken wir im Alltag fest, fühlen uns überfordert oder suchen einfach einen neuen Blickwinkel auf schwierige Situationen. Als systemische Therapeutin und Beraterin begleite ich Sie dabei, neue Wege zu finden, Klarheit zu gewinnen und wieder in Ihre Kraft zu kommen.

In meiner Praxis in Nürnberg und online unterstütze ich Menschen dabei, ihre Ressourcen zu entdecken und Lösungen zu entwickeln, die zu ihrem Leben passen. 

Dabei arbeite ich empathisch, lösungsorientiert und mit einer Prise Humor.

Ich begleite Sie in verschiedenen Lebenslagen, zum Beispiel:

Bei Lebensübergängen und Krisen wie Trennung, Verlust oder beruflichen Veränderungen.

Bei Beziehungsfragen, sei es in der Paarberatung/Paartherapie oder als Unterstützung im Familienkontext.

Wenn Sie mehr wissen möchten oder einen Termin vereinbaren wollen, schreiben Sie mir über mein Kontaktformular.

Ich, Marlies Engelhardt, freue mich darauf, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten!
 

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